2004/05

Der Rosenkavalier

Thüringer allgemeine 13.12.2004

"In der Weltvergessenheit ihrer Morgentoilette gewann
Kelly God als Marschallin Charakter und Kontur.
Ein Aufblühen setzte ein und setzte sich in der Ansprache
an den vor ihr knieenden Octavian fort, vollendete sich im großartigen Finale. In diesem Zuwachs an Größe erfüllte Kelly God den Mikrokosmos dieser ach so noblen Figur."

OTZ 13.12.2004

"Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein", dieses Motiv
aus dem Schlussterzett, riss die Leute von den Stühlen.
Mann kann sich dieses Terzett kaum gelungener
vorstellen: Eine schauspielerisch wie sängerisch
souveräne Marschallin (Kelly God) thront über einem Paar…."

Thüringer Landes Zeitung 13.12.2004

"Kelly God, die Marschallin mit angenehm timbrierter, schlank geführter, geschmeidiger Stimme, voller darstellerische Souveränität…"


Liederabend "Rastlose Liebe"

Akustischen Seziertisch bezwungen

Einem Schubert-Opus folgend, übertitelte die niederländische Sopranistin Kelly God ihren
Liederabend "Rastlose Liebe"
.

Von Dr. Ursula Mielke

In die Herzen des Publikums musste sich Kelly God am Sonntag nicht singen, aber mit den laborartigen Bedingungen der "Blackbox" - Studiobühne zurecht-kommen. Doch mit ihrem vielseitigen Programm
unterstrich die Sängerin, dass sie auf bestem Wege ist,
sich das Liedgenre souverän zu erobern. Von Respekt getragen, interpretierte Kelly God Schuberts "Ganymed" und "Auf dem Wasser zu singen". Sorgsam, doch nicht vollends intonationsrein vorgetragen, wollte holde Mondnachtstimmung zu beginn nicht aufkommen.
Als dann diabolisch Feuer mit "Andres Maienlied" von Mendelssohn Bartholdy ausbrach, war die Dramatische
in ihrem Element. Begleiter Lorenz Aichner unterstützte,
die sausenden Lüfte mit 1000 Tasten bewegend, nach besten pianistischen Kräften. Zudem ließ ein perlender Flügel Debussys "Sternennacht" glänzend funkeln.
So ward die Studio-bühne, dieser akustische Seziertisch, bezwungen. Zunehmend breitete sich Wohlgefühl aus, erhielten die klanglichen Facetten mit dem vom Tango inspirierten "Cunas" von Turina intimere Aura.
Die Rachmaninoff - Lieder wurden gar zur überragenden und bitternötigen Werbung für das Genre.
In der "Sommernacht" auf Russisch wob Kelly God wonniglich ihr dramatisches Ego in herrliche melodische Bögen ein. Und in einer von drei Zugaben verriet die sympathische Sängerin sogar einen Herzenswunsch: "Someday my prince will come".

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