Maria Stuarda
Gaetano Donizetti
"Tragedia
lirica in tre atti", Text von Giuseppe Bardari
(UA Neapel 1834)
Premiere: 10.12.2005
Musikalische Leitung Karl Prokopetz
Im Opernschaffen des Italieners Gaetano Donizetti finden sich gleich
drei Königinnen-Damen aus dem Hause Tudor: Anna Bolena, Roberto Devereux
und Maria Stuarda.
Das Dank Schiller populär gewordene Schicksal der Maria Stuarda hatte
bereits um 1820 in verschiedenen Librettoversionen Eingang in die italienische
Oper gefunden. Donizettis Librettist Giuseppe Bardari hat das Ineinander von
Staatsintrige und Seelendrama in Friedrich Schillers Geschichtsdrama Maria
Stuarda rigoros auf die Auseinandersetzung der rivalisierenden Königinnen
verkürzt.
Der politische und religiöse Machtkampf tritt in den Hintergrund zugunsten
der Macht der Gefühle von Liebe, Hass und Eifersucht.
Der 1. Akt gehört mit einer großen Auftrittsszene ganz Elisabeth
I., Königin von England.
Im 2. Akt kommt es zum berühmten - von Schiller bekanntlich erfundenen
- Zusammentreffen der Königinnen. Diese Konzentration auf den Konflikt
der beiden Protagonistinnen begünstigte in de Aufführungs-
geschichte immer wieder Primadonnenstreit. Bereits die Proben zur Uraufführung
1834 in Neapel verliefen stürmisch und hatten mit der handfesten Auseinander-
setzung der beiden Hauptdarstellerinnen ihren ersten Skandal.
Im
3. Akt dominiert entschieden Maria Stuarda, Königin von Schottland.